Das Wahlergebnis ist ein Desaster für DIE LINKE. Wir haben flächendeckend und in großem Umfang an Stimmen verloren.

Viele Arbeitnehmer sehen Die Linke nicht mehr als ihre Interessenvertretung. Wie erreichen wir sie wieder?

Die Linke muss sich wieder auf das besinnen, was sie groß gemacht hat, nah bei den Menschen sein. Eine linke Partei ohne Wurzeln in der Klasse ist schwach, denn sie hat in den politischen Stürmen gesellschaftlicher Krisensituationen keine Ankerpunkte. Wir müssen den Anliegen, Sorgen und Nöten der abhängig Beschäftigten wieder eine Stimme geben. Dabei ist es wichtig, gewerkschaftlichen organisierten Genossinnen und Genossen eine gemeinsame gewerkschaftliche Identität zu geben. Denn für DIE LINKE gilt, was für die Gewerkschaften gilt. Es ist die Einheit, die stärkt. Deshalb müssen wir uns darauf ausrichten, dass wir die Menschen in den Betrieben ansprechen, um mit ihnen gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. 

Weil ich den abhängig Beschäftigten eine Stimme geben und unser gewerkschaftliches Profil schärfen möchte, bin ich in verschiedenen Betrieben, an die Arbeitnehmer, Betriebsräte und Gewerkschaften herangetreten und habe meine Unterstützung bei strittigen Tarifverhandlungen, als Person und Partei angeboten. Wenn wir uns im offenen Tarifkampf treffen, organisieren und gemeinsame Aktionen starten, ist es viel einfacher das Vertrauen zu gewinnen, weil man sich ja schon kennt. Die Entwicklung war positiv (siehe Meyer Werft) Hier wollen Partei, Betriebsrat und Gewerkschaft gemeinsam die Arbeitswelt verändern. Ich wünsche mir für die Neuaufstellung der Partei eine ehrliche Diskussion über Verankerung unter abhängig Beschäftigten und ganz konkrete Schritte.

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